authentische Lösungen…

Es gibt Zeiten, in denen jeder mal ganz schön in den Seilen hängt, wo nichts richtig vorangehen will.

Bei nicht wenigen ist das ein Tabuthema, andere meinen es gut und geben allgemeine Ratschläge.

Eine persönliche Krise erfordert jedoch ganz persönliche (authentische) Lösungen und die können nicht einfach kopiert werden. Wie andere solche Situationen gemeistert haben, kann anregen über sich selbst zu reflektieren, um nicht nur die Auslöser, sondern auch nahe an die Ursachen zu kommen.

So ein Paragleiter ist ein gutes Bild zu dem Thema. Alles ist in Bewegung, der Ängstliche sieht alles als Bedrohung, der Zuversichtliche eine Chance. Wenn ich aktiv bin, besteht die Hoffnung in einen Bereich zu kommen, in dem es Thermik gibt und es wieder aufwärtsgeht.

Wir wünschen allen Mut und Hoffnung in allen Lebenslagen.

Nicht perfekt, sondern authentisch sein

Menschen, die perfekt sein wollen, sind mir schon immer suspekt. Perfekt sein zu können, ist eine Illusion und führt dazu, eine Fassade aufzubauen, die makellos glänzen soll, und Stress, diese Makellosigkeit ständig aufrecht zu halten.

Wenn man den Mut hat sein Innerstes zu zeigen, sowie man ist, mit seinen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, macht man sich zwar verletzlich, aber schafft dadurch Vertrauen und ein Fundament für gute Verbindungen.

Das zeigt sich im zwischenmenschlichen Bereich genauso wie im Bereich des christlichen Glaubens.

Jesus illustriert das messerscharf in der Geschichte vom „makellosen“ Pharisäer und dem Zöllner (Luk. 18, 9-14).

Übertragen heißt das, wer so, wie er ist, vor Gott tritt, mit all seinen Ecken und Kanten, seinen Stärken und Schwächen, bekommt dadurch eine heilbringende Beziehung zu Gott.

Unterwegs mit allen Winden

Nachdem ich mich in das RentnerSEIN eingelebt habe, gibt es hin und wieder Momente, in denen ich über einzelne Lebensabschnitte intensiver reflektieren kann.

Meine Ziele in den verschiedenen Lebensphasen hatte nicht der Wind bestimmt, sondern ich selbst. Der Wind hat jedoch intensiv meinen Kurs geprägt.

Als einer, dem der Wind oft ins Gesicht geblasen hat, war ich häufig auf Amwind-Kurs. Hin und wieder war mein Ziel direkt in der Richtung, aus der der Wind kam, dann blieb nicht anderes übrig als zu kreuzen, hin und wieder eine Wende machen, um mich so mühsam dem Ziel zu nähern.

Es gab aber auch Phasen, in denen der Wind schön von hinten geblasen hat und ich nur die Segel richtig stellen musste und dann entspannt abgedüst bin.

Fazit: Nicht die Umstände legen mein Ziel fest, sondern ich selbst, aber die Umstände prägen meinen Weg zum Ziel ggf. über Umwege.

Reisen mit leichtem Gepäck

Wir machen gerne längere Radtouren mit unseren E-Bikes. Die Größe der Satteltaschen legen fest, wieviel Platz zur Verfügung steht. Das ein oder andere ist zu organisieren (nach der Post und dem Garten schauen) und dann geht’s los. Man ist befreit von Anfang an. Befreit von den alltäglichen Verpflichtungen, der Fokus richtet sich auf den Weg zum Tagesziel. Zu radeln und die Natur zu genießen, lässt einen zu so manchem Gepäck, das wir im Kopf und Herzen tragen, Abstand gewinnen.

Der Gedanke, das Leben generell als Reise zu betrachten, erleichtert das bewusste Erleben und Loslassen. Es reduziert die Sorge um den eigenen, mehr oder weniger großen Besitz, das manchmal krampfhafte Festhalten an Gewohnheiten und belastenden Beziehungen. Damit wird das Leben intensiver und Veränderungen haben eine größere Chance.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.