Zuhause ist…

Das heutige Foto ist ein Schnappschuss während unseres Urlaubs an einem Verkaufsstand. An Bedeutung hat der Spruch erst anschließend gewonnen, als unser toller Urlaub zu Ende ging und wir uns wieder auf unser Zuhause freuten. Der Spruch mit dem Hund zeigt einem lebhaft auf, wie Freude über ein Nachhause Kommen aussieht.

Dabei kam mir die Geschichte vom „verlorenen Sohn“ in den Sinn oder genauer von dem „liebenden Vater“, der für sein Kind Gnade über das Recht stellte und in überschwänglicher Freude ihm entgegengelaufen ist und ihn vorbehaltslos wieder aufgenommen hat. (Luk. 15, 20)
Was Jesus in dieser Geschichte deutlich macht, ist, dass jeder Mensch ein Zuhause hat und sich Gott über jeden so sehr freut, dass er jedem, der zu ihm unterwegs ist, entgegenrennt und ihn herzlich begrüßt.
Ein Zuhause ist ein sicherer Ankerplatz, dort ist für alles ge-sorgt, was ich zum erfüllten Leben benötige, dort finde ich auch Wärme, Zuwendung und eine feste Zugehörigkeit.

Was für eine Botschaft speziell für uns heute, wo viele heimat-los und entwurzelt sind, wo viele Zukunfts- und Existenzängste quälen. Gott sei Dank für diese Perspektive!

Ein wertvoller Mensch werden

Es ist schon bezeichnend, was ein erfolgreicher Mensch wie Albert Einstein alles an Weisheiten formuliert hat.

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?“

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“

Wir wünschen allen Begegnungen mit wertvollen Menschen, um selbst ein wertvoller Mensch zu sein!

Verurteile niemanden, nur weil er anders sündigt als du!

Der heutige Spruch gefällt mir ganz besonders, weil er einfach eine ganz wesentliche Tatsache beschreibt. Alle Menschen sind Sünder oder, wie Paulus es formuliert: “Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt …“ (Rö. 3,10f)

Wer diese Tatsache verstanden und weitestgehend verinnerlicht hat, verspürt wenig Drang andere zu be- und zu verurteilen. Bei mir sieht es in diesem Bereich vielleicht etwas besser aus, aber wenn ich an meine speziellen Bereiche denke…

Diese Selbsterkenntnis ist Voraussetzung, um zum Kern des christlichen Glaubens vordringen zu können – zur unbeschreiblichen Gnade Gottes, die er aus seiner Liebe jedem Menschen schenkt, der innerlich bereit ist, dieses Geschenk anzunehmen.

Im Vaterunser beten wir: „Und vergib uns, wie wir vergeben…“ -wer verurteilt, hat (noch) nicht vergeben. Wer den Ärger runterschluckt, hat auch noch nicht vergeben …

Wer das Augenmerk statt auf Verurteilung auf Vergebung setzt, ist näher an der Quelle des Lebens, spürt stärker Gottes Gnade, spürt stärker Gottes Liebe im Leben.

Das wünschen wir allen!

Wer frägt führt!

Ein früherer Chef sagte zu mir als jungem Teamleiter: „Wer frägt, führt!“. Mit offenen Fragen wird ein Thema ggf. auch eine Richtung vorgegeben, zu dem Antworten gesucht werden. Je offener die Frage, umso vielfältiger und spannender sind die Antworten und die daraus resultierende Diskussion.

Heute sagen mir meine Kinder, wenn etwas nicht funktioniert: „Frag Google, Google weiß alles!“ Die Message ist, probier nicht „stundenlang“, sondern frag doch einfach, irgendjemand hatte sicherlich dasselbe Problem und die Lösung im Internet beschrieben.

Die Fragen, die ich stelle, und die Fragen, die ich nicht stelle, sowie die Fragen, die ich nicht einmal denke, prägen mein Leben und sagen viel über mich selbst aus.

Auch Jesus nutzte Fragen, wenn es um das Wesentliche im  Glauben ging: „Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? …Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ (Matth. 16, 13-15)

Jesus hätte die Antwort vorgeben können, aber tut es nicht, er stellt beim ganz entscheidenden Thema zwei Fragen, damit seine Jünger die Antwort selber finden bzw. erarbeiten.

Wir wünschen allen gute und offene Fragen, die einen im Leben und im Glauben voranbringen, und Zeit darauf Antworten zu finden.

 

Ausgefülltes Leben

Dieses Foto entstand während einer Woche am Bodensee. Eine Woche lang segeln, übernachten und leben auf einem Segelboot. Morgens aufwachen, wenn die Vögel beginnen zu zwitschern, aufstehen und, während alle anderen noch schlafen, den Sonnenaufgang bei einer Tasse Kaffee genießen.

Beim Segeln vom Wind abhängig sein, den Kurs bestimmen vom Ziel und vom Wind. Den Wind spüren und die Segelstellung immer wieder überprüfen, ob sie zum Kurs und zum Wind passt. Zeit haben zum Gespräch mit den anderen, die alle auch Zeit haben. Gemeinsam ausgiebig essen, anschließend, alles gemütlich, spülen und aufräumen. Sonnen, schwimmen im See oder einfach mal richtig blöd sein im Wasser oder an Deck. Zeit haben einfach stehen zu bleiben und die Anlieferung einer großen Yacht mit großen Augen zu beobachten.

Ich fühlte mich zurückversetzt an Tage meiner Kindheit in den Sommerferien. Jesus sagt (zwar in einem anderen Zusammenhang): „Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Mt. 18,3

Kinder hatten zu meiner Zeit keinen Terminkalender, aber Tage voller Leben, das wünschen wir allen immer wieder – auch uns selbst!

Entfremdung bei Machtmenschen

Um Ordnungen aufrecht zu halten oder zu schaffen, wird Menschen Macht verliehen, die im Idealfall auch die Gabe der Leitung haben.

Wir beobachten jedoch immer wieder, dass Menschen in einen Machtrausch kommen, dass sie gar nicht genug an Macht bekommen können. Max Horkheimer verwendet in unserem heutigen Spruch den Begriff „Entfremdung“. Entfremdung von Menschen als Folge der Entfremdung von sich selbst.

Es ist eine Tragik, dass oft Menschen, die sich selbst fremd sind, Machtpositionen anstreben. Wenn sie Macht erreicht haben, sehen sie es mehr als Besitz, denn als Leihgabe.

Jesus sagt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Matth. 20,25f).

Es ist der Kern des christlichen Glaubens sich als Person gefunden zu haben und durch die Gnade Gottes so stark zu sein, um im Dienen Menschen führen zu können– was für ein toller Gedanke!

Geben verändert die Welt

Es ist unglaublich, was sich in den USA unter dem Slogan „America first“ mittlerweile alles abspielt. Gefühlt kommen täglich immer massivere Forderungen, was andere Staaten tun sollen gleichzeitig verbunden mit immer stärkeren Strafandrohungen. Mit diesem Auftreten schafft es der US-Präsident, das weltweite politische System, in dem auch Vertrauen und Zuverlässigkeit wesentliche Faktoren sind, in Schieflage zu bringen.

Die Aussage „ich gebe dir mein Wort“ hat hier keinen Wert. Gnadenlos werden sogar bestehende, mühsam ausgehandelte Verträge aufgekündigt und gebrochen.

Dabei ist unsere Welt heute mehr denn je auf das Geben und Vergeben angewiesen, in der Politik wie im persönlichen Umfeld. Wir erleben große Umbruchzeiten unter dem Stichwort Digitalisierung. Bekommen Menschen eine Chance mit der Veränderung mitzukommen, bekommen sie sogar eine zweite Chance, wenn es beim ersten Mal nicht gleich geklappt hat?

Jesus hat auch einen Slogan für sein Reich: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Matth. 7,12. Das ganz Erfreuliche daran ist, dieser Slogan hat bereits und wird auch weiterhin mit Gottes Hilfe die Welt verändern

Gütig sein können heißt frei sein

Frei sein fällt nicht vom „Himmel“. Frei sein hat immer einen Preis, Bedarf eines Lösegelds! Das gilt für die äußere Freiheit (keine Unterdrückung) wie für die innere Freiheit (kein innerer Zwang).

Frei sein heißt, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen zu können.

ohne Zwang die Nöte anderer sehen zu können und das zu tun, was für mich möglich ist, um die Not etwas zu lindern.

einfach, ohne Grund, Menschen eine Freude zu machen.

nicht zwingend auf mein Recht bestehen zu müssen, egal ob im Verkehr, im Beruf …

Frei sein bedeutet vor allem, befreit zu sein von der Last meiner Schuld und den damit eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten.

Paulus schreibt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Gal. 5, 1. Freiheit ist etwas Lebendiges und muss wie alles Lebendige gelebt werden, sonst geht es mehr oder weniger langsam wieder zurück.

Wir wünschen allen Gottes Segen, um in der Freiheit in Christus  zu leben.

Gott ist gut und will für den Menschen nur Gutes

Am letzten Wochenende wurde ich an eine Predigt erinnert, deren Gesamtaussage so zusammengefasst wird:

„Gott ist gut, Gott ist nur gut

und Gott will für uns Menschen nur Gutes!“

Wenn der Glaube auf so einer Überzeugung basiert, dann ist der heutige Spruch eine konsequente Schlussfolgerung.

  • Sich auf Gott verlassen, ganz besonders in Situationen, in denen ich mir völlig verlassen vorkomme.
  • Sich auf Gott verlassen, wenn Schuld, Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit mich zu erdrücken droht.
  • Sich auf Gott verlassen, wenn ich mich entschieden habe, neue unbekannte Wege und Herausforderungen anzunehmen.

Wenn ich überzeugt bin, dass Gott nur das Beste für mich möchte, darf ich gelassen in ihm sein, wenn ich mich auf ihn verlasse.

Was für ein Angebot und welch eine Perspektive!

Heimat ist dort wo…

Hn letzter Zeit taucht der Begriff Heimat immer häufiger auf. Es gibt jetzt ein Ministerium, das für Heimat zuständig ist. Für immer mehr entwurzelte und vertriebene Menschen zeigt sich die Sehnsucht nach Heimat immer stärker.

Aber was macht Heimat aus? Ist Heimat dort, wo ich geboren wurde? Ist Heimat dort, wo ich aufgewachsen bin?

Johann Friedrich von Herder beschreibt Heimat in einem ganz anderen Zusammenhang. Heimat ist dort, wo ich so sein darf wie ich bin, ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung, dort werde ich, so wie ich bin, angenommen. Was für eine schöne Vorstellung.

Ein Choral drückt dies sehr treffend aus „So wie ich bin, ohn‘ alle Zier, komm durch Dein Blut ich, Herr, zu Dir.“ Das ist Heimat, die Gott den Menschen anbietet. Wir dürfen sein wie wir sind in seiner Gegenwart, aber Gottes Gegenwart verändert jeden auf ganz natürliche Weise: „Sag mir mit wem du gehst und ich sage dir wer bist!“

Wir wünschen allen, so eine Heimat zu haben oder zu finden –  ein großes Geschenk.