Leben, reisen, riskieren…

E20s geht weiter zur Harbour Bridge in Sydney, einer Geschäftsreise vor über 10 Jahren.

Reisen bedeutet oft sich in Unbekanntes zu begeben und damit ganz unterschiedliche Erfahrungen zu machen, die für das Leben prägend sein können.

Wesentlich in dem Spruch ist für mich jedoch: „… und entschuldigen Sie sich nicht.“

Man kann, sofern man kann, das Leben genießen und das in voller Verantwortung. Es gibt dazu genügend Möglichkeiten. Unsere Erde und Natur hat immer noch Regionen, die paradiesisch erscheinen, in denen man aus dem Alltag ausbrechen kann, zur Ruhe und Einkehr kommen und Kraft schöpfen kann, manchmal auch nur um die Ecke.

Wir wünschen allen erholsame Sommertage, Zeit zum Genießen und Reflektieren, auch in Erinnerungen.

Bescheiden sein

Mit diesem Foto vom Haleakalā auf Maui beginnt eine Reihe zum Thema Reisen.

In einer Welt, in der man immer lauter ICH, ICH hört und erlebt – von eigentlich erwachsenen Staatschefs bis zu kleinen Kindern, die es noch nicht anders wissen, soll „bescheiden sein wollen und können“ dieses Mal im Fokus stehen.

Bescheiden sein bedeutet, mit seiner Umgebung verantwortlich umzugehen, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Wälder, genauso mit unseren begrenzten Ressourcen (Wasser, saubere Luft). Die Wetterkapriolen zeigen, leider nicht für alle, unmissverständlich auf, wie unverantwortlich mit unserer Erde umgegangen wird. Dabei sind oft die, die am wenigsten dazu beigetragen haben, die größten Leidtragenden.

Wer bescheiden ist und verantwortlich mit allem umgeht, nimmt damit Rücksicht auf Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, und auf die nachfolgenden Generationen.

Eigenen Verstand nutzen

Mir kommt dazu in den Sinn, wie in Unternehmen viel Geld für Berater ausgegeben wird, die erst wochenlang Mitarbeiter interviewen, um sich deren Wissen anzueignen. Auch nehmen sie dankbar deren Verbesserungsvorschläge auf und gießen das Ganze in bunte Folien, die dann so umgesetzt werden. Nicht selten hat man von Mitarbeitern gehört, genau das habe ich schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, aber es wurde ignoriert. Warum vertrauen Unternehmen bei Veränderungen nicht auf ihre eigenen Mitarbeiter? Warum vertrauen viele Menschen nicht ihrem eigenen Verstand? Es scheint, dass man auf der sicheren Seite sein möchte, wenn man auf sogenannte Experten hört. Falls dabei etwas schiefgeht, gibt es auch einen klaren Schuldigen. Im persönlichen Bereich kommt sicherlich noch Bequemlichkeit dazu. Im Glauben ist das besonders drastisch, statt einen persönlichen Glauben zu entwickeln, werden häufig meist unreflektiert die Lehren und Regeln der Kirche übernommen. Dabei ist das größte Geschenk, das Gott uns Menschen macht, eine ganz persönliche Beziehung.

Warum und Wie

Unser heutiger Spruch berührt den Kern unserer inneren Stärke, die enorme Kraft der Sinnhaftigkeit. Das „Warum“ ist unser innerer Kompass. Es ist die Liebe zu unseren Mitmenschen, eine brennende Leidenschaft, ein Traum oder ein Ziel. Es ist der Grund, warum wir jeden Morgen aufstehen.

Das „Wie“ hingegen steht für die unvermeidbaren Stürme des Lebens. Es sind die Rückschläge, Verluste und anstrengende Phasen, die wir durchmachen.

Wenn unser „Warum“ stark genug ist, verliert das „Wie“ seine zerstörerische Kraft. Der Sinn, den wir in unserem eigenen Leben finden, macht die Last auf unseren Schultern zwar nicht leichter, aber er gibt uns die Kraft, sie zu tragen. Er verwandelt bloßes Erdulden in eine Aufgabe und gibt uns Halt, wenn der Boden wankt.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

Begegnungen…

Ein Blick, ein Lachen, ein Wort zur richtigen Zeit – manchmal genügt ein einziger Moment, um eine Verbindung zu schaffen, die bleibt.

Wir jagen Zielen nach, sammeln Erfolge und Besitz. Doch rückblickend sind es meist die Menschen, an die wir uns am wärmsten erinnern: der Fremde mit dem aufmunternden Wort, der alte Freund, mit dem das Gespräch nahtlos weitergeht, das Kind, das uns die Welt neu zeigt.

Vielleicht liegt genau darin der Sinn: nicht in dem, was wir besitzen oder erreichen, sondern in dem, was wir miteinander teilen. Zeit, Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit, Nähe.

Begegnungen erinnern uns daran, dass wir nicht allein sind. Am Ende zählt, wen wir berührt haben und von wem wir berührt wurden.

Auf dem Weg zu sich selbst

Wir orientieren uns oft an Vorbildern, was gut ist. Unser heutiger Spruch jedoch relativiert diesen Gedanken. Jeder Mensch ist einzigartig, ein Original, wenn ich mich zu sehr an Vorbildern orientiere, mache ich mich zu einer Kopie davon.

Das Faszinierende an unserem Schöpfer ist, dass jeder Mensch ein unvergleichliches Original ist. Es ist so viel in einen hineingelegt und dauert ein ganzes Leben, um so viel wie möglich davon zu entdecken, zu entfalten und zum Blühen zu bringen.

Petrus schreibt (4, 10): „Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist.“ Im Gegensatz zu vielen Menschen und Organisationen liebt Gott die Vielfalt und Einzigartigkeit.

Mit diesem Wissen wünschen wir allen Gottes Segen, Mut und Kraft auf diesem Weg.

Glauben heißt…

Für mich fundamental ist, dass das Leben und das Heil nicht in der Akzeptanz von (richtigen) Lehrpunkten bestehen, sondern allein in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Dies habe ich in meiner letzten Predigt wie folgt versucht zu verdeutlichen:

    • Wer glaubt, dass mein Lieblingsessen Linsen mit Spätzle ist?
    • Wer glaubt, dass ich im Durchschnitt 2.000 km pro Jahr mit meinem E-Bike fahre?
    • Wer glaubt, dass ich genau 2 Kinder habe?

Nachdem viele das glaubten und durch Handzeichen bekundet haben, fragte ich:

    • Wer möchte mit mir leben?

Nur einer hat sich getraut – meine Antwort war, wer mich gut kennt, sagt auf diese Frage – auf keinen Fall, das ist mir zu anstrengend.

Wir wünschen allen, im Vertrauen zu Gott zu wachsen.

Mangel an Urteilskraft…

Mich bewegt seit langer Zeit, warum sich viele Menschen so leicht manipulieren lassen. Blind und oft lautstark posaunen sie nach, was andere gut inszeniert von sich geben. Offensichtlich hat dabei das Urteilsvermögen Schaden genommen. Was geschieht, wenn die Welt auf sich eingekrümmt ist und dann meist unkontrolliert von den Gefühlen und Stimmungen gesteuert wird? In den Sprüchen (14,8) finden wir Folgendes: „Die Weisheit eines Klugen zeigt sich darin, dass er seinen Lebensweg versteht, doch die Torheit der Unverständigen bewirkt nichts als Verwirrung.“ Selbstreflektion und damit auch Rückmeldungen anderer sind* der Schlüssel um den eigenen Weg zu erkennen und zu verstehen. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

(K)ein Herz das liebt…

Folgenden zu Herzen gehenden Text hat Susanne Niemeyer verfasst: „Es gibt einen Moment, den fast jeder kennt. Den Moment, in dem man spürt: das hier könnte wehtun. Und man liebt trotzdem. Nicht weil man mutig ist. Nicht weil man sicherweiß, dass alles gut wird. Sondern weil das Herz manchmal einfach größer ist als die Angst. Jeder Riss, den das Leben ins Herz schreibt, ist eine Spur von etwas Echtem. Von einem Menschen, einer Hoffnung, einem Augenblick, der zählte. Ein unbeschadetes Herz hat nie gewagt zu fühlen.“

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

Den eigenen Weg gehen

Wenn es um den Aufbau von Organisations- und IT-strukturen geht, ist es wichtig, eine überschaubare Anzahl von Rollen und Kategorien zu erstellen und alle beteiligten Personen diesen zuzuordnen. Dann kann man sich einfachheitshalber nur mehr mit den Rollen und Kategorien beschäftigen und ist gefordert sich mit den Personen, ihren Eigenheiten und Empfindungen zu beschäftigen. So funktionieren alle gesellschaftlichen Systeme und auch Kirchenorganisationen.

Für ein erfolgreiches Leben ist es wesentlich, seinen eigenen Weg zu finden und damit selbstverständlich eigene Spuren zu hinterlassen. Dann bin ich bei mir selbst und nicht die Kopie eines Irgendjemanden.

Genauso ist es im christlichen Glauben, meine Persönlichkeit bringe ich in die Beziehung mit Gott ein und sie ist deshalb einzigartig.

Was für ein Vorrecht, dass wir uns außerhalb der Systeme, in denen wir uns bewegen müssen, so entwickeln dürfen.