Jeder Mensch ein Original

Wenn es darum geht, viele Menschen möglichst mit IT-Unter­stützung zu steuern, ist das A und O so wenig wie möglich Unterschiede und möglichst viel Standard. Viele Unterschiede oder gar Individualität machen das Ganze komplex und extrem teuer. So ist unsere von Menschen geschaffene Welt, die durch die Digitalisierung noch weiter verschärft werden wird.

Gottes Welt ist der ganze Gegensatz dazu. Jeder Mensch, ja die ganze Schöpfung ist ein Kunstwerk und deshalb einzigartig. Gott scheint mit Standardisierung aber auch gar nichts am Hut zu haben, sondern ist der Meister der Unikate, selbst jede Schneeflocke ist dabei miteingeschlossen.

Jeder Mensch ein Original, einmalig und deshalb besonders wertvoll in den Augen des Schöpfers. Gott scheint auch nicht überfordert zu sein mit Individualität, sondern fordert jeden Menschen seinen eigenen Weg zu gehen, in einer persönlichen individuellen Beziehung mit ihm zu leben.

Gottes Welt ist eine Herausforderung für viele Menschen – auch für Organisationen, aber genau daran können Menschen mit Gottes Hilfe als Persönlichkeit wachsen und reifen.

Den eigenen Weg finden und gehen

 

Wer in Google unter „Ratgeber Lebensfreude“ sucht, findet ca. 850 000 Einträge, unter „glücklich sein“ sogar ca. 20 Millionen. Jeder beschreibt ein Rezept, wenn man das konsequent anwendet, scheint sich „zwangsläufig“ Lebensfreude oder glücklich sein einzustellen. Viele haben diese schon ausprobiert und nach einiger Zeit kommt die Ernüchterung.

Lebensfreude und glücklich sein gibt es nicht nach einer Zauberformel, sondern dadurch, dass jeder seinen eigenen, ganz individuellen Weg findet. Eigentlich auch logisch – Leben ist individuell, was speziell für mich Leben heißt, mag den andern zum Kopfschütteln anregen. Wir kommen daher nicht umhin, uns mit uns selbst zu beschäftigen und nicht Ratgeber zu inhalieren oder Vorbilder zu kopieren.

Jeder Mensch ist ein Original, eine eigene Persönlichkeit, die gilt es, ein Leben lang zu entdecken, mit all ihren Facetten. Manche zeigen sich erst in bestimmten Lebenssituationen z.B. im Alter. Von ganz entscheidendem Vorteil ist es, wenn ich die Beziehung zu Gott als persönlich und damit individuellen Glaube gesehen kann, der entfernt ist von einem Verhaltenskatalog oder einer Schablone.

Wir wünschen allen Gottes Segen auf diesem Weg.

Gesunder Menschenverstand – der Schlüssel zum Erfolg

ach Wikipedia ist der gesunde Menschenverstand „der einfache, erfahrungsbezogene und allgemein geteilte Verstand des Menschen bzw. dessen natürliches Urteilsvermögen.“ Die eigenen Erfahrungen, positiv wie negativ, das Lernen daraus (aus den negativen deutlich mehr als aus den positiven) lassen natürliches Urteilsvermögen reifen, um eigenständig Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen zu können. Es gibt viele, die so einen gesunden Menschenverstand besitzen, vor allem ältere Menschen. Sie haben schwierige Zeiten durchlebt, es war häufig kein einfaches Leben mit schweren Krisen und großen Enttäuschungen. Der Kern dazu ist der ehrliche Umgang mit sich selbst, mit den eigenen Stärken und den eigenen Schwächen, mit den Erfolgen und den Niederlagen. Das ist für jeden eine besondere Herausforderung, jedoch kann der christliche Glaube hier eine große Hilfe sein. Die gute Nachricht: Gott nimmt jeden an, der zu ihm kommt, so wie er ist, das ist ein wesentlicher Schlüssel zur Selbstannahme. Wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen auf diesem Weg

Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden

Ich kenne Menschen, die meinen, manche hätten die Gabe vertrauen zu können, andere eben nicht, so als „falle Vertrauen vom Himmel“. Vertrauen will gelernt sein, manche haben das große Vor-recht es in ihrer Erziehung lernen zu können, andere sind belastet von einer großen Hypothek, sei es Erziehung oder Enttäuschungen … Aristoteles sagt: Harfe spielen lernt man nur durch Harfe spielen – unser Spruch heute sagt sinngemäß: Vertrauen lernt man nur durch vertrauen. Es gibt keinen Ersatz für fehlendes Vertrauen – nicht in Beziehungen, nicht im All-tag, nicht in der Wirtschaft, nicht in der Politik und schon gar nicht im Glauben. Vertrauen ist die wertvollste Währung, die als Zahlungsmittel überall eingesetzt werden kann. Eine Währung, deren Erwerb einen als Mensch ganz fordert. Wir wünschen allen Menschen Gruppen, in denen diese Währung sich entwickeln kann.

Krise als Gelegenheit sehen lernen

Das heutige Foto ist für meine Frau zu duster, das passt nicht in die Jahreszeit und es ist nichts Freudiges zu erkennen. Aber wie beim Wetter, so ist es im Leben, gerade eitel Sonnenschein und Urlaubswetter, im nächsten Augenblick zieht ein Gewitter auf, die in letzter Zeit immer intensiver werden. Wenn man bei jedem stärkeren Gewitter in Weltuntergangsstimmung kommt, ist man blockiert und manche geraten in seine Deprispirale – was könnte alles Schlimmes passieren und warum passiert es immer mir? Gewitterfronten und Lebenskrisen sind immer stark energiegeladen, Energie, die viel zerstören kann, aber auch Energie, die einem notwendige Power geben kann für Veränderungen. So können Leid und Schmerz der Anfang für etwas Neues werden, was dem Leben eine ganz neue Qualität verleiht. Frei nach einem Lied von Udo Lindenberg: „Hinter dem Horizont geht’s weiter…“. Dieses Vertrauen auf Gottes Hilfe wünschen wir allen, die gerade nicht die Sonnenseite des Lebens erleben.

Antwort kommt von verANTWORTung

Ein Managementspruch lautet: „Wer frägt, führt!“ Vielleicht liegt darin das Verlangen wo immer es geht mit Fragen auf sich aufmerksam zu machen. Fragen allein bewirken solange nichts, bis darauf gute Antworten gefunden werden. Mit Antworten aber lege ich mich fest, mit Antworten übernehme ich Verantwortung – das passt nicht so ganz mit dem steigenden Verlangen nach Unverbindlichkeit. In unserer Welt werden so Antworten gesucht zu (über)lebens­wichtigen Fragen, es gibt Menschen, die Verantwortung übernehmen, aber die meisten schweigen oder versuchen mit weiteren Fragen sich vor Antworten zu drücken. Ein Spruch von Jesus lautet: „Sagt einfach `Ja´ oder `Nein´. Jedes Wort darüber hinaus ist vom Bösen.“ (Matth. 5, 37). Genauso hat er es praktiziert, in unzähligen Beispielen in den Evangelien nachzulesen, und seine Jünger haben gelernt, dies auch selbst zu praktizieren. So ist auch die Antwort nach dem (ewigen) Leben glasklar und eindeutig: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Leben; wer aber an den Sohn Gottes nicht glaubt, hat auch das Leben nicht.“ (1. Joh. 5, 12). Wir wünschen allen den Gottes Segen und Mut zu verantwortungsvollen Antworten.

Komfortzone und Engagement in Balance bringen

Der Mensch ist ein Wesen, das auf Gemeinschaft angelegt ist. Der teilweise zu beobachtende verstärkte Rückzug ins Private, die eigene Komfortzone, die eigene Welt bringt Sicherheit durch die gewohnte Umgebung, aber raubt einem nicht nur die Möglichkeiten zum Wachsen und Reifen als  Persönlichkeit, sondern man verlernt den sensiblen und toleranten Umgang mit anderen Menschen. Smartphone und Internet sind keine wirklichen Alternativen. Der Gedanke, dass das Leben sich in Beziehungen entfaltet, kann auch aus Jesu grundlegendem Gebot abgeleitet werden: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Matth. 7,12 Ein gelungenes Leben basiert auf dieser Grundlage, dies gilt es zu gestalten, in einer guten Balance, Zeit für sich selbst – Zeit für die direkte Begegnung und Begleitung von Anderen. Schiffe sind nicht für den Hafen gebaut, aber kein Schiff kommt auch ohne regelmäßiges Festmachen im Hafen aus. Gott schenke jedem die Weisheit, für die aktuelle Lebensphase eine gute Balance zu finden zwischen persönlichem Festmachen und Engagement

Vertrauen die Basis für alles!!

Treue lässt sich am besten mit Verlässlichkeit beschreiben. So geht es heute um mangelnde Verlässlichkeit durch mangelndes Vertrauen gegenüber Menschen, Parteien, Kirchen…

Die Frage, was hat dieses mangelnde Vertrauen verursacht, das die Verlässlichkeit und damit die Stabilität in unserer Gesellschaft mittlerweile stark beeinträchtigt? Liegt es an missbrauchtem Vertrauen, Enttäuschung durch zu hohe eigene Erwartungen oder einfach an Bequemlichkeit? Reichen einfache, meist negativ geprägte Antworten als Information aus?

Es ist höchste Zeit hier einen „Klima- bzw. Kulturwandel“ einzuleiten – das Positive, die vielfachen Hilfen für Bedürftigen, das aufmunternde Wort eines Arbeitskollegen, die freundliche Geste eines Autofahrers… solche Themen sollten Schlagzeilen werden und ein deutliches Zeichen setzen gegen die ganzen Katastrophenmeldungen. Wir werden die Medien nicht wesentlich ändern können, ihr Geschäft lebt von den Katastrophen, aber wir können selbst bewusster kommunizieren. Was Paulus sagt, kann verallgemeinert werden. “Verzichtet auf schlechtes Gerede, sondern was ihr redet, soll für andere gut und aufbauend sein, damit sie im Vertrauen ermutigt werden.“ (Eph. 4,29)

Probleme können Selbst- und Gottvertrauen stärken

Gläubige Menschen können bei unerhörten Gebeten in Notsituationen manchmal in Glaubensnöte kommen. „Ich habe so fest gebetet und daran geglaubt, dass Gott helfen wird… nichts ist passiert… bin ich es nicht wert?“

Den heutigen Spruch sehe ich als Hilfe an, speziell in solchen Situationen besser zurecht kommen zu können.

Ein weiterer Spruch lautet: „Es ist niemand geholfen, wenn du Dinge tust, die derjenige selbst tun kann!“

Probleme fallen nicht vom Himmel, sondern haben meist mit dem eigenen Handeln zu tun. Dann liegt in meinem Tun auch der Schlüssel zur Lösung, der will gefunden werden. Damit ist dann nicht nur das Problem gelöst, sondern ich bin auch gewachsen und gereift. Die größte Hilfe von Gott erhalten wir auf diesem Weg, er kann Wunder tun und Probleme „ganz einfach aus der Welt schaffen“, aber häufig ist es besser mit seiner Hilfe selbst an meinen Themen zu arbeiten. Dies ist für manche sicherlich ein großes Wagnis und auch mit Ängsten verbunden. Sich jedoch darauf einzulassen stärkt das Selbst- und das Gottvertrauen, weil uns dabei Gott besonders nahe ist.

Vertrauen ist lebensnotwendig!

Welche weitreichende Wirkung Vertrauen im alltäglichen Leben hat, davon lässt der heutige Spruch etwas erahnen. Es können Entscheidungen sein etwas loszulassen, weil ich darauf vertraue, dass es auch ohne mich gut werden kann und/oder durch andere noch besser werden kann. Genauso umgekehrt, Entscheidungen, etwas (Neues) zu beginnen, in dem Vertrauen, dass ich es schaffe, auch wenn ich noch nicht genau sehe, wie es werden wird, und trotzdem darauf vertraue, dass es damit besser wird. Vertrauen ist der entscheidende Faktor, um positive Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen, die etwas verändern, die Neues wagen. Manche halten krampfhaft an etwas fest, obwohl sie überzeugt sind, dass es so nicht gut ist und vielleicht (schon jahrelang) darunter leiden und sich (ebenfalls jahrelang) darüber mokieren und aufregen. Vertrauen zeigt sich auch vom Wort her im Selbstvertrauen und Gottvertrauen und macht deutlich, ein Leben, das stark von Vertrauen geprägt ist, verläuft in einer anderen Dimension. Das wünschen wir allen.