Zur Freiheit muss man geboren sein

Die Stadt, in der diese Freiheitsstatue steht, hat mich tief bewegt. Die Freiheit wird im ganzen Land unheimlich hoch gehalten. Es ist aber auch die Angst spürbar, diese Freiheit zu verlieren. So wird an vielen Stellen die Freiheit massiv eingeschränkt mit der Begründung, dadurch die Freiheit besonders zu schützen.

Auffallend für mich ist generell, wie willig sich Menschen Einschränkungen und Bevormundungen gefallen lassen. Bevormundungen scheinen manchen angenehm, unterstützen die Passivität und reduzieren die Eigenverantwortlichkeit.

Die Frage für mich ist, warum scheint Bevormundung für manche so viel attraktiver zu sein als in Freiheit zu leben? Muss man zur Freiheit geboren bzw. erst erzogen werden?

Dazu hat sich bereits Paulus geäußert: ”Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal. 5, 1)

Wie recht er hat, nicht jeder kann in dieser Freiheit in Christus leben – Gott sei Dank, wenn es mir mehr oder weniger gut gelingt.

Wir brauchen es geliebt zu werden

Nach dem dusteren Bild in der letzten Woche heute ein Bild, das unser Innerstes erwärmen kann. Thematisch schließt jedoch der heutige Spruch an die Gedanken der letzten Woche an.

Was tun wir nicht alles an Engagement und Glanzleistungen, um Anerkennung und Beachtung zu finden, obwohl wir eigentlich „nur“ geliebt werden wollen? Warum fällt es Menschen so schwer, sich das einzugestehen „es ist nicht nur schön geliebt zu werden, ich brauche das, weil dies der wesentliche Teil vom Leben ist!“

Zu diesem Wunsch zu stehen, ist der Schlüssel für jegliches Leben im Alltag wie im geistlichen Sinn. Ich muss Menschen und Gott nicht durch Leistungen auf mich aufmerksam machen, sondern mit dem ehrlichen inneren Wunsch geliebt zu werden. Wer so lebt, wird die Menschen finden, die das für sich selbst praktizieren und deren Leben diese Liebe ausstrahlt, und im Glauben wird Gottes Wesen verständlicher werden, der von sich sagt: „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh. 3, 16).