
Der Gefahr ins Auge schauen



Für das Leben ist die Fähigkeit Angst zu haben entscheidend, um in kritischen Situationen fokussiert reagieren zu können. Die Ängste von anderen zu übernehmen oder sich von anderen in Angst versetzen zu lassen, dafür ist Angst nicht vorgesehen.
Wer dauerhaft in Angst lebt, ist ständig im Ausnahmezustand, was der Gesundheit und der Psyche schadet.
Nicht jeder hat für sein Leben eine Zukunftsvision, aber es ist möglich sich mehr auf das Positive zu konzentrieren.
Wir erleben das mit unseren Enkelinnen, wie sie sich freuen können über die Blumen, die nach dem Winter wieder im Garten zu blühen beginnen. Wie sie sich freuen und sich an einen kuscheln, wenn eine Geschichte vorgelesen wird.
Auch für den Glauben ist die Freude ein wesentlicher Faktor. Paulus schreibt: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch: Freuet euch!“ Phil. 4,4.
Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.


Diese Frau aus Sri Lanka wohnt in einem kleinen Dorf, durch das wir im Urlaub bei einer Wanderung gekommen sind.
Für mich hat diese Frau so eine Ausstrahlung, dass ich sie gefragt habe, ob ich ein Foto von ihr machen darf, sie hat zugestimmt und hat sich über das Foto gefreut, als ich es ihr zeigte.
Diese Frau braucht keine Maske der Perfektion, ihr Strahlen kommt tief von innen heraus. Tradition und Glaube sind die Wurzeln, die einem Halt und Tiefe geben, auf denen sich das Leben erst entfalten kann. Zu einem authentischen Leben gehört, seine Wurzeln zu kennen und anzunehmen.
In der Bibel heißt es: „Gesegnet ist der Mensch, der auf den Herrn vertraut… Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln zum Bach ausstreckt.“ Jer. 17,7–8.
Wir wünschen allen Gottes Segen, Mut und Kraft sich täglich für Authentizität zu entscheiden.





Ein weiteres Foto aus Island, dieses Mal am Strand des Jökulsárlón. Aus dem Gletscher kalben kleine Eisberge, die ins Meer geschwemmt werden, dort von der Strömung an den Strand geschoben werden, wo sie dann nach und nach von Wellen und der Sonne geformt werden. Unser Foto zeigt deutlich, wie Wasser und Sonne eine einmalige Form zaubern aus dem ehemaligen Eisberg gegenüber den Steinen, die die letzten Jahre unverändert geblieben sind
Der heutige Spruch lautet: „Jede Begegnung, die die Seele berührt, hinterlässt eine Spure, die nie ganz verweht.“ Die Frage ist, wie nahe lasse ich (besondere) Menschen an meine Seele. Udo Jürgens singt in einem Lied, „…wir haben Riegel vor dem Herzen und um die Seele Stacheldraht“.
Ich kann verstehen, dass manche sich nach starken Enttäuschungen verschließen, aber zu welchem Preis?
Wenn meine Seele abgeschirmt ist für Menschen, kann sie trotzdem zugänglich sein für Gott? Vielleicht für theologische Konstruktionen und Lehrsätze über ihn, aber wahrscheinlich nicht für einen Beziehungsglauben: „Lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt“. (Mt 22, 37)
Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

Unser heutiges Foto zeigt den Sudhurfjorur in Island. Auf unserer damaligen Tour über die Ringstraße 1 haben wir einen jungen Amerikaner mitgenommen, der am Straßenrand seinen Mitfahrtwunsch signalisiert hat. So haben wir einen Tag lang gemeinsam unseren Weg fortgesetzt und sind u.a. an diesem Strand aus Lavagestein spaziert. Es war ein guter interkultureller Gedankenaustausch, sehr bereichernd und eine schöne Begegnung.
Wer neue Weg einschlägt, hat die Chance, gänzlich andere Menschen kennenzulernen, durch die eine besondere Begegnung entstehen kann.
Zu Beginn eines neuen Jahres reflektiert man über die vergangenen Wege, was habe ich durch diese alles erlebt, welchen Menschen bin ich dabei begegnet.
Es bereichert das Leben, hin und wieder neue Wege einzuschlagen, sich mit neuen Situationen auseinanderzusetzen und mit neuen besonderen Begegnungen zu reifen.
Es schwingt dabei auch die Frage mit, ob neue Wege im Glauben die Beziehung zu Jesus intensivieren und vertiefen können. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.