Hinter dem Horizont geht’s weiter

In dem Lied „Hinter der Horizont geht’s weiter“ wird beschrieben, wie Menschen plötzlich von dunklen Wolken umgeben sind und sich mit dieser Aussage Mut machen. Es können nicht nur dunkle Wolken sein, die den Horizont beeinträchtigen, meist sind es die Menschen selbst, die sich selbst begrenzen in ihren eigenen klein- oder großkarierten gedanklichen Möglichkeiten. Der Glaube ist ein Geschenk, den Horizont ganz wesentlich zu erweitern (auch wenn wir manchmal durch fehlgeleitete Fromme genau das Gegenteil erleben). Der christliche Glaube möchte einen Perspektivwechsel bei den Menschen in der Weise erreichen, dass sie die Welt so sehen, wie sie unser liebender Vater im Himmel sieht mit den Möglichkeiten, die Gott hat.  Damit sind Alltagssorgen nicht weg, aber deutlich reduziert: „Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!“ 1.Petrus 5,7 Ein ganz besonderes Angebot, das dem Leben eine große Weite bringen kann – Gott sei Dank dafür.07

Wer unter Gott steht, steht über den Dingen

 

In dem Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey heißt es: „… alle Ängste alle Sorgen bleiben darunter verborgen und was groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein“.

Aus der Flugzeugperspektive und – noch höher – aus der Perspektive Gottes bekommt alles eine andere Bedeutung.

Bei unserem Vater im Himmel kommt noch hinzu, dass er uns nicht nur eine neue Sichtweise vermittelt, sondern uns Menschen im Alltag begleitet und hilft, Ängste und Sorgen bei ihm ganz bewusst abzugeben. Das ist wirkliche Befreiung. Somit können wir nicht nur vom Leben schwärmen, sondern wirklich „leben im Leben“.

Jesus sagt: „Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben … euer himmlischer Vater sorgt für die Vögel unter dem Himmel. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie… Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“

Wir wünschen allen diese Geborgenheit in Gott.

Verschiedenheit ist Bereicherung

Das heutige Foto ist ein kleiner Ausschnitt eines Werks in einem Museum der modernen Kunst. Die Mikrobetrachtung zeigt Wollabschnitte in verschiedenen Farben, die einzeln oder in Formen zusammengesetzt sind, viele parallel oder im rechten Winkel, andere in einem Kreis. Die Gesamtbetrachtung ergibt ein eigenes Bild, das über einen blauen Wollfaden mit dem Gesamtkunstwerk verbunden ist.
Trotz dieser vielen Unterschiede in Farben und Formen ist hier viel Einheit zu sehen. Nicht nur von den Materialien, auch in der Art der Farben und Formen. Solche Kunstwerke regen mich zum Nachdenken an. Zuerst meist: „Was soll denn das?“
Es ist diese Kombination von Verschiedenheit und Einheit, die den Wert nicht nur dieses Kunstwerks ausmacht.
Wir alle leben davon, dass wir Menschen verschieden sind. Die einen sind sehr praktisch veranlagt, ob Arbeit mit Holz, mit Metall, mit Gips, in der Elektrik, im Garten…, andere können sehr gut Kinder oder Erwachsene ausbilden, andere sind fit in Verwaltung, Finanzen, im Organisieren, wieder andere sind Künstler mit Worten, andere zeigen Menschen ohne Worte wie wertvoll sie sind… Gott sei von Herzen Dank für diese Verschiedenheit bei uns Menschen – es bereichert das Leben ungemein.

Ordnungen zum Leben und Entwicklung

Beim Thema Ordnungen existieren ganz ambivalente Bilder und Gefühle. Ordnungen strukturieren das Miteinander von Fahrzeugen, Flugzeugen und ganz besonders von Menschen. Je mehr Intelligenz in die Definition von Ordnungen investiert wird, umso besser gelingt das Miteinander.

Ordnungen sind im Miteinander unverzichtbar. Entscheidend ist das Ziel, das die Ordnungen unterstützen sollen. Soll das Miteinander von ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charakteren unterstützt werden oder soll durch Ordnungen mit einem ganz strengen Strafkatalog Druck erzeugt werden, um die Menschen möglichst uniform zu machen?

Es ist einfach genial wie Jesus das Miteinander von Menschen ordnet: „Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst.“ Matth. 7,12 Es ist die Souveränität von Jesus, die so eine intelligente Regelung definiert und gleichzeitig über alle anderen Gebote und Prophetenaussagen stellt.   Wir wünschen allen ein Leben innerhalb von guten Ordnungen und, wenn notwendig, viel Weisheit und Gottes Segen, um intelligente Ordnungen definieren zu können.

Das Gute und Notwendige an Belastendem

Manche mögen denken, bei dem heutigen Bild und der aktuellen Wettersituation wäre ein Foto, das einen positiv stimuliert, angemessener. Nun, dieses Mal soll es besonders der Text sein, der einem helfen soll, solche Situationen besser zu meistern. Dieses Segelboot hat sich am Bodensee kurz vor einem heftigen Sturm in den Hafen gerettet. Das Boot schleppt am Kiel einen großen Ballast mit, der sicherstellt, dass das Boot auch bei heftigen Winden nicht kentert. Für mich ein schönes Bild. Wenn alles glatt geht, wenn alle Wege einem freigeräumt werden, wenn es keine Krise in meinem Leben geben soll, an was werde ich reifen können? Ein Mensch, der seinen Körper nicht fordert und regelmäßig belastet, wird körperlich abbauen und an Stärke verlieren. Auch im Glauben können sich die „Gerechten“ deutlich weniger an Gottes Gnade freuen, als die, die um ihre Fehler und Verfehlungen wissen und diese Belastung am Kreuz abgeben. So können auch belastende Erfahrungen etwas ganz Positives werden für mein Leben und meinen Glauben.

Wir sind ein wesentlicher Faktor für das eigene Leben in 2019

03Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr, Gottes Segen auf allen Wegen. Wie das Jahr wird, bestimmen viele Faktoren únd jeder einzelne ist ein Faktor davon. Dabei ganz wesentlich ist die innere Haltung und die eigene Sichtweise auf die Umgebung. Dazu soll der heute Spruch uns Impulse geben. Große Bedeutung für das, was ich zukünftig erleben werde, ist, ob ich gedanklich Brücken oder Mauern baue, ob ich das Gemeinsame sehe und schätze oder das Trennende für mich wichtig ist. In der Begegnung mit Menschen erzeugt die Fixierung auf die Fehler anderer immer Distanz. In der Begegnung mit Menschen wirkt das Betonen der Gemeinsamkeiten wie ein Türöffner. Menschen gewinnen im Vertrauen zueinander eine Brücke von unschätzbarem Wert. Wir wünschen wertschätzenden Umgang mit den Menschen, denen wir begegnen werden, und Gottes Segen bei dem, das sich daraus entwickeln wird.

Persönlich Bilanz ziehen zum Jahreswechsel

Das Jahresende ist die Zeit derRückblicke und Bilanzen. Was hat sich alles ereignet und wie bewerte ich dasErlebte mit etwas Abstand. So macht es die Wirtschaft, die Politik, dieKommunen, der Sport… Von Vorteil ist es, dies auch ganz persönlich zu tun. Innerhalb eines Jahres kann sehr viel passiert sein, manches fällt einem im ersten Augenblick gar nicht mehr ein. Es ist deshalb meist mit etwas Anstrengung verbunden, sich Ereignisse und Erlebnisse der letzten 12 Monate in Erinnerung zu rufen. Eine weitere Anstrengung stellt die Bewertung aus der Rückschau dar. War es gut, war es weniger gut, was lerne ich daraus oder hake ich es ab, es lohnt sich nicht, sich nochmals mit dem Thema zu beschäftigen, es ist wie es ist, ich habe mich damit beschäftigt und akzeptiert – Haken dran, es nicht zum Dauerbrenner werden lassen. So eine Rückschau kann etwas Besonderes werden so wie dieser Baum auf dem Foto in der Abenddämmerung.  Wir wünschen allen etwas Zeit für eine persönliche Rückschau und Gottes Segen bei der Bewertung, der Lernerfahrung und beim Abhaken.

Am Ende wird es alles gut sein

In der aktuell dunklen, kalten und trüben Jahreszeit ist es gut sich bewusst zu machen, dass es wieder besser werden wird. Vielleicht gibt es einen Winter mit Schnee, der alles weiß bedeckt, und sicherlich gibt es wieder einen Frühling, in dem alles neu in bunten Farben erblüht.

Bei den Nachrichten, mit denen wir aktuell konfrontiert werden, tun wir uns schwer bei dem Gedanken, wie das alles noch gut werden kann. Wie eine dunkle Wolke lasten die Themen auf uns und scheinen uns zu erdrücken.

Es ist hilfreich, wenn aufgrund des Glaubens der Blick über diese düsteren Ebene hinaus reichen kann; dass es über allem, in menschlich unvorstellbarer Weise einen Gott gibt, der dafür sorgen wird, dass es am Ende tatsächlich gut sein wird. In einer sehr ansprechende Adventspredigt hat es geheißen: „Beim Menschen geht es meist vom Licht in die Dunkelheit. Bei Gott geht es immer von der Dunkelheit ins Licht!“

Die Hoffnung, dass am Ende alles gut sein wird, ist die Botschaft in der Adventszeit. Diese Zuversicht wünschen wir allen.

Warten können für ein gutes Ende

Warten ist für manche eine Geduldsprobe, die in unserer schnelllebigen Zeit immer häufiger auftritt.

Dabei bedeutet warten, ich habe verstanden und akzeptiert, dass manches einfach Zeit braucht, um sich entwickeln und reifen zu können, sowie dass das Ergebnis am Ende dieses Entwicklungs- oder Reifeprozesses gut sein wird.

Bei Obst und Gemüse ist das jedem bewusst, aber beim Menschen tun sich manche ganz schön schwer. Nicht wenige gehen davon aus, dass der Mensch wie ein Computer mit einem oder mehreren Befehlen geändert werden kann.

Es gibt eine schöne Beschreibung von Konrad Lorenz:

Gedacht heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer richtig gehört,

gehört heißt nicht immer richtig verstanden,
verstanden heißt nicht immer einverstanden,
einverstanden heißt nicht immer angewendet,
angewendet heißt noch lange nicht beibehalten.

Wir wünschen allen eine gesegnete und besinnliche Adventszeit.