
Beziehungen leben und verstehen



Momentan sind die Themen meiner Arbeit nicht so prickelnd und dazu deutlich mehr, als für kleines Team annähernd bearbeitbar ist. Trotzdem freue ich mich auf diesen neuen Tag, weil ich spüre, wenn ich mir vorher nicht die Zeit nehme, in Ruhe über diesen Tag nachzudenken, werde ich zum Getriebenen werden von lauter dringenden und wichtigen Themen.
So freue ich mich nachher mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können und dabei die Kühle und den Wind zu spüren.
So freue ich mich auch auf Begegnungen mit Menschen, mit denen ich offen und ehrlich umgehen werde, und wünsche mir, dass dies auch von ihrer Seite aus so passiert.
Und ich wünsche mir, dass ich bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter in erster Linie nicht die Begrenzungen sehe, sondern auch die Besonderheiten.
Wenn einiges davon mir gelingen sollte, wird es ein guter Tag werden, trotz eines großen Berges an weniger interessanter Themen. Dann könnte es ein guter Tag für mich selbst und für die Menschen werden, denen ich heute begegne. Solch einen Tag wünsche ich allen, nicht nur einmal, sondern so oft wie möglich.





Dieser Spruch formuliert kurz und knackig den Kern unseres christlichen Glaubens.
Es lohnt sich deshalb sich selbst damit zu beschäftigen – zum Beispiel
Wir wünschen allen etwas Zeit und Ruhe und Gottes Segen beim Reflektieren.



Im Miteinander kann es manchmal zu Spannungen kommen, wenn sich Erwartungen nicht erfüllen. Es kommt dabei vor, dass Erwartungen nicht bekannt sind, weil sie gar nicht ausgesprochen wurden.
Unser heutiger Spruch macht hier eine klare Unterscheidung – von sich viel fordern, von anderen wenig erwarten, das Rezept von Konfuzius, um Ärger zu vermeiden.
Mir gefällt, dass hier der Begriff „fordern“ bei einem selbst auftaucht – manche setzen sich in Sachen Perfektion selbst massiv unter Druck – bei anderen wird der Begriff „erwarten“ verwendet, was den Anspruch deutlich reduziert.
Im Ergebnis heißt das für mich, wenn sich jemand selbst, aus welchen Gründen auch immer, massiv unter Druck setzt, ist das seine eigene Angelegenheit, aber das darf nicht dazu führen, dass dieser (innere) Druck an andere weitergegeben wird.
Im Gegensatz zu Konfuzius „fordert“ Jesus seine Nachfolger auf, sich nicht zu sorgen, sich keinen Stress oder Druck zu machen, wenn es um Dinge des Alltags geht. „… denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ (Matth. 6,32). Das entspannt und reduziert das Risiko von Spannungen auch bei einem selbst und damit auch im miteinander.