(K)ein Herz das liebt…

Folgenden zu Herzen gehenden Text hat Susanne Niemeyer verfasst: „Es gibt einen Moment, den fast jeder kennt. Den Moment, in dem man spürt: das hier könnte wehtun. Und man liebt trotzdem. Nicht weil man mutig ist. Nicht weil man sicherweiß, dass alles gut wird. Sondern weil das Herz manchmal einfach größer ist als die Angst. Jeder Riss, den das Leben ins Herz schreibt, ist eine Spur von etwas Echtem. Von einem Menschen, einer Hoffnung, einem Augenblick, der zählte. Ein unbeschadetes Herz hat nie gewagt zu fühlen.“

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

Den eigenen Weg gehen

Wenn es um den Aufbau von Organisations- und IT-strukturen geht, ist es wichtig, eine überschaubare Anzahl von Rollen und Kategorien zu erstellen und alle beteiligten Personen diesen zuzuordnen. Dann kann man sich einfachheitshalber nur mehr mit den Rollen und Kategorien beschäftigen und ist gefordert sich mit den Personen, ihren Eigenheiten und Empfindungen zu beschäftigen. So funktionieren alle gesellschaftlichen Systeme und auch Kirchenorganisationen.

Für ein erfolgreiches Leben ist es wesentlich, seinen eigenen Weg zu finden und damit selbstverständlich eigene Spuren zu hinterlassen. Dann bin ich bei mir selbst und nicht die Kopie eines Irgendjemanden.

Genauso ist es im christlichen Glauben, meine Persönlichkeit bringe ich in die Beziehung mit Gott ein und sie ist deshalb einzigartig.

Was für ein Vorrecht, dass wir uns außerhalb der Systeme, in denen wir uns bewegen müssen, so entwickeln dürfen.

Strahlende Finsternis

Wenn Jesus sich selbst als das Licht bezeichnet und alles andere als Finsternis, rüttelt das an unserem Ego. Niemand verweilt gerne im Dunkeln. Doch anstatt uns dem wahren Licht zuzuwenden, erschaffen wir uns oft unsere eigene „strahlende Finsternis“. Das sind die künstlichen Lichter unseres Lebens: Statussymbole, Selbstgerechtigkeit, oberflächliche Erfolge oder die Illusion, alles im Griff zu haben. Sie leuchten hell, spenden aber keine echte Wärme und vertreiben nicht die eigentliche Dunkelheit in uns. Der Hass auf das wahre Licht entspringt oft der Angst vor der Wahrheit. Es deckt auf, zeigt unsere Fehler, unsere Zerbrechlichkeit und die Schatten, die wir lieber verbergen würden. Erst wenn wir aufhören, unsere eigene Finsternis schönzureden und sie künstlich zum Strahlen zu bringen, werden wir bereit für das Licht, das wirklich rettet, wärmt und uns den Weg weist. Angelika und Alfred Ullmann