Vorgefertigte Wege wurden von anderen geebnet und bestimmt. Wer ihnen folgt, mag sich sicher fühlen, verzichtet aber auf die Chance, seinen eigenen, ganz persönlichen Pfad zu entdecken.
Den eigenen Weg zu finden, bedeutet manchmal, durch unbekanntes Gelände zu wanden, manchmal verbunden mit Zweifel, Umwegen oder Sackgassen. Wenn wir jedoch so unserem inneren Kompass folgen, leben wir authentisch und reifen als Persönlichkeit.
Natürlich muss nicht jeder Weg neu erfunden werden. Von anderen zu lernen, hat seinen Wert. Die Kunst liegt darin zu erkennen, wann wir bewusst einem bewährten Pfad folgen und wann wir nur aus Bequemlichkeit oder Angst den Spuren anderer folgen.
Jesus hat solche Gedanken bereits in seiner wegweisenden Bergpredigt formuliert: „Das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind auf diesem Weg. Das enge Tor und der schmale Weg führen ins Leben, und nur wenige finden diesen Weg.“ (Matth. 7, 13-14.)