Warum und Wie

Unser heutiger Spruch berührt den Kern unserer inneren Stärke, die enorme Kraft der Sinnhaftigkeit. Das „Warum“ ist unser innerer Kompass. Es ist die Liebe zu unseren Mitmenschen, eine brennende Leidenschaft, ein Traum oder ein Ziel. Es ist der Grund, warum wir jeden Morgen aufstehen.

Das „Wie“ hingegen steht für die unvermeidbaren Stürme des Lebens. Es sind die Rückschläge, Verluste und anstrengende Phasen, die wir durchmachen.

Wenn unser „Warum“ stark genug ist, verliert das „Wie“ seine zerstörerische Kraft. Der Sinn, den wir in unserem eigenen Leben finden, macht die Last auf unseren Schultern zwar nicht leichter, aber er gibt uns die Kraft, sie zu tragen. Er verwandelt bloßes Erdulden in eine Aufgabe und gibt uns Halt, wenn der Boden wankt.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

Begegnungen…

Ein Blick, ein Lachen, ein Wort zur richtigen Zeit – manchmal genügt ein einziger Moment, um eine Verbindung zu schaffen, die bleibt.

Wir jagen Zielen nach, sammeln Erfolge und Besitz. Doch rückblickend sind es meist die Menschen, an die wir uns am wärmsten erinnern: der Fremde mit dem aufmunternden Wort, der alte Freund, mit dem das Gespräch nahtlos weitergeht, das Kind, das uns die Welt neu zeigt.

Vielleicht liegt genau darin der Sinn: nicht in dem, was wir besitzen oder erreichen, sondern in dem, was wir miteinander teilen. Zeit, Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit, Nähe.

Begegnungen erinnern uns daran, dass wir nicht allein sind. Am Ende zählt, wen wir berührt haben und von wem wir berührt wurden.

Auf dem Weg zu sich selbst

Wir orientieren uns oft an Vorbildern, was gut ist. Unser heutiger Spruch jedoch relativiert diesen Gedanken. Jeder Mensch ist einzigartig, ein Original, wenn ich mich zu sehr an Vorbildern orientiere, mache ich mich zu einer Kopie davon.

Das Faszinierende an unserem Schöpfer ist, dass jeder Mensch ein unvergleichliches Original ist. Es ist so viel in einen hineingelegt und dauert ein ganzes Leben, um so viel wie möglich davon zu entdecken, zu entfalten und zum Blühen zu bringen.

Petrus schreibt (4, 10): „Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist.“ Im Gegensatz zu vielen Menschen und Organisationen liebt Gott die Vielfalt und Einzigartigkeit.

Mit diesem Wissen wünschen wir allen Gottes Segen, Mut und Kraft auf diesem Weg.

Glauben heißt…

Für mich fundamental ist, dass das Leben und das Heil nicht in der Akzeptanz von (richtigen) Lehrpunkten bestehen, sondern allein in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Dies habe ich in meiner letzten Predigt wie folgt versucht zu verdeutlichen:

    • Wer glaubt, dass mein Lieblingsessen Linsen mit Spätzle ist?
    • Wer glaubt, dass ich im Durchschnitt 2.000 km pro Jahr mit meinem E-Bike fahre?
    • Wer glaubt, dass ich genau 2 Kinder habe?

Nachdem viele das glaubten und durch Handzeichen bekundet haben, fragte ich:

    • Wer möchte mit mir leben?

Nur einer hat sich getraut – meine Antwort war, wer mich gut kennt, sagt auf diese Frage – auf keinen Fall, das ist mir zu anstrengend.

Wir wünschen allen, im Vertrauen zu Gott zu wachsen.