
Hoffnung führt zu positiver Grundhaltung




Wenn in den Medien (fundamentale) Christen gezeigt werden, die mit massiver Gewalt und Hass gegen Abtreibung mobil machen und Politiker fanatisch unterstützen, die Abtreibung ablehnen, aber sonst skrupellos und ohne jede Moral agieren, nährt dies das Vorurteil vieler, dass Christen irgendwie geistig minderbemittelt sein müssen.
Anderes Thema, wie offen gehen Kirchen damit um, wenn Missbrauchsfälle bekannt werden? Wie wird vertuscht und getrickst bei denen, deren Kernkompetenz der Umgang mit eigener und fremder Schuld sein soll? Es ist nachvollziehbar, dass heute viele Menschen Abstand nehmen vom Christentum, wahrscheinlich wäre ich genauso, wenn die Medien mein ausschließliches Informationsmedium wären.
Dabei verändert der christliche Glauben Menschen, die durch ihr bloßes Verhalten wie ein Leuchtturm wirken. Paulus beschreibt dies so: „Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.“
Jeder Christ, in dem der Geist Gottes wohnt, wird Gutes selbst erleben und gleichzeitig ein Botschafter des Reiches Gottes sein. Das ist kein Programm, das ist einfach leben und glauben.

In einer Anekdote heißt es: „Im Zug gegenüber saß ein Mensch mit schmerzverzerrtem Gesicht. Ich dachte, er sei ein Christ, aber er hatte sich nur den Magen verdorben.“
Das bringt uns zu dem Thema. Kann man sich mit Schuld und Sünde beschäftigen und trotzdem ein fröhlicher Mensch sein? Für manche Fromme passt das nicht zusammen, Christsein ist eine ernste Angelegenheit und entsprechend muss die Haltung sein – unmissverständlich!
Paulus schreibt:„Was auch immer geschehen mag, meine lieben Brüder und Schwestern: Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört! Ich werde nicht müde, euch immer wieder dasselbe zu sagen; weiß ich doch, dass es euch Gewissheit gibt.“
Freude als Grundeinstellung zum einen, wenn ich aus meiner Beziehung zu Gott liebevoll mit mir und meinen Mitmenschen umgehe, zum Andern, wenn ich scheitere und lieblos agiere (Schuld, Sünde = jede Art von Lieblosigkeit), dies jedoch vor Gott bringe und darin seine Gnade und Liebe erfahre.
Freude ist die Grundhaltung des Christseins. In diesem Sinne dürfen wir nach der närrischen Zeit voller Freude auf Ostern schauen, dem Gedenktag, der uns erinnert, weshalb diese Freude in dem Herrn überhaupt existieren kann.






Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr sowie Gottes Segen auf allen Wegen mit viel Wollen und wenig Muss.
Es gibt Bereiche, in denen es nur darum geht, dass getan wird, was getan werden muss. Ob unter Druck oder Zwang oder freiwillig, interessiert dabei nicht.
Je deutlich sichtbarer der Sinn oder das Ziel hinter dem Handeln wird, umso mehr sind Menschen motiviert sich dabei zu engagieren oder tun das, was ihre eigentliche Aufgabe ist, motiviert und mit großer Freude.
Andersherum, wo viel MUSS steht, ist Ziel und Sinn nicht klar oder nicht klar kommuniziert.
Im christlichen Glauben gibt es kein MUSS, wesentlich sind WOLLEN oder Sollen. WOLLEN aus eigener Motivation heraus, Sollen, um in guten Beziehungen leben zu können.
Das allein ist das Ziel von Gott, dass seine Liebe zu uns Menschen uns dahin verändert, gute Beziehungen zu anderen, eine gute Beziehung auch zu einem selbst und eine gute Beziehung zu Gott entwickeln zu können.
Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken